7N Tellurkristallzüchtung und -reinigung
I. Vorbehandlung und Vorreinigung der Rohstoffe
- Rohstoffauswahl und -zerkleinerung
- Materialbedarf: Tellurerz oder Anodenschlamm (Te-Gehalt ≥5%), vorzugsweise Kupferschmelzanodenschlamm (mit Cu₂Te, Cu₂Se) als Rohmaterial verwenden.
- Vorbehandlungsprozess:
- Grobzerkleinerung auf eine Partikelgröße ≤5 mm, gefolgt von Kugelmahlung auf ≤200 Mesh;
- Magnetische Trennung (Magnetfeldstärke ≥0,8 T) zur Entfernung von Fe, Ni und anderen magnetischen Verunreinigungen;
- Schaumflotation (pH=8-9, Xanthatkollektoren) zur Abtrennung von SiO₂, CuO und anderen nichtmagnetischen Verunreinigungen.
- Vorsichtsmaßnahmen: Vermeiden Sie die Zufuhr von Feuchtigkeit während der Nassvorbehandlung (erfordert Trocknung vor dem Rösten); kontrollieren Sie die Umgebungsfeuchtigkeit auf ≤30%.
- Pyrometallurgisches Rösten und Oxidation
- Prozessparameter:
- Oxidationsrösttemperatur: 350–600 °C (stufenweise Steuerung: niedrige Temperatur zur Entschwefelung, hohe Temperatur zur Oxidation);
- Röstzeit: 6–8 Stunden, bei einer O₂-Durchflussrate von 5–10 l/min;
- Reagenz: Konzentrierte Schwefelsäure (98% H₂SO₄), Massenverhältnis Te₂SO₄ = 1:1,5 .
- Chemische Reaktion:
Cu2Te+2O2+2H2SO4→2CuSO4+TeO2+2H2OCu2Te+2O2+2H2SO4→2CuSO4+TeO2+2H2O - Vorsichtsmaßnahmen: Temperatur auf ≤600°C halten, um die Verflüchtigung von TeO₂ (Siedepunkt 387°C) zu verhindern; Abgas mit NaOH-Wäschern behandeln.
II. Elektroraffination und Vakuumdestillation
- Elektroraffination
- Elektrolytsystem:
- Elektrolytzusammensetzung: H₂SO₄ (80–120 g/L), TeO₂ (40–60 g/L), Zusatzstoff (Gelatine 0,1–0,3 g/L);
- Temperaturregelung: 30–40°C, Umwälzrate 1,5–2 m³/h.
- Prozessparameter:
- Stromdichte: 100–150 A/m², Zellspannung 0,2–0,4 V;
- Elektrodenabstand: 80–120 mm, Kathodenabscheidungsdicke 2–3 mm/8 h;
- Effizienz der Verunreinigungsentfernung: Cu ≤5ppm, Pb ≤1ppm.
- VorsichtsmaßnahmenRegelmäßig Elektrolyt filtern (Genauigkeit ≤1μm); Anodenoberflächen mechanisch polieren, um Passivierung zu verhindern.
- Vakuumdestillation
- Prozessparameter:
- Vakuumniveau: ≤1×10⁻²Pa, Destillationstemperatur 600–650°C;
- Kondensatorzonentemperatur: 200–250°C, Te-Dampfkondensationseffizienz ≥95% ;
- Destillationszeit: 8–12 Stunden, Kapazität pro Charge ≤50 kg.
- VerunreinigungsverteilungNiedrigsiedende Verunreinigungen (Se, S) sammeln sich an der Kondensatorfront an; hochsiedende Verunreinigungen (Pb, Ag) verbleiben in den Rückständen.
- Vorsichtsmaßnahmen: Vor dem Erhitzen wird das Vakuumsystem auf ≤5×10⁻³Pa vorgespannt, um eine Te-Oxidation zu verhindern.
III. Kristallwachstum (gerichtete Kristallisation)
- Gerätekonfiguration
- Kristallzuchtofen-Modelle: TDR-70A/B (30 kg Tragfähigkeit) oder TRDL-800 (60 kg Tragfähigkeit);
- Tiegelmaterial: Hochreiner Graphit (Aschegehalt ≤5 ppm), Abmessungen Φ300×400mm;
- Heizmethode: Graphitwiderstandsheizung, maximale Temperatur 1200°C.
- Prozessparameter
- Schmelzkontrolle:
- Schmelztemperatur: 500–520 °C, Schmelzbadtiefe 80–120 mm;
- Schutzgas: Ar (Reinheit ≥99,999%), Durchflussrate 10–15 L/min.
- Kristallisationsparameter:
- Ziehgeschwindigkeit: 1–3 mm/h, Kristallrotationsgeschwindigkeit 8–12 U/min;
- Temperaturgradient: Axial 30–50°C/cm, radial ≤10°C/cm;
- Kühlmethode: Wassergekühlter Kupfersockel (Wassertemperatur 20–25°C), Kühlung durch Strahlung von oben.
- Verunreinigungenskontrolle
- Segregationseffekt: Verunreinigungen wie Fe, Ni (Segregationskoeffizient <0,1) sammeln sich an den Korngrenzen an;
- Wiederaufschmelzzyklen: 3–5 Zyklen, endgültige Gesamtverunreinigungen ≤0,1 ppm .
- Vorsichtsmaßnahmen:
- Die Schmelzoberfläche wird mit Graphitplatten bedeckt, um die Te-Verflüchtigung zu unterdrücken (Verlustrate ≤0,5 %).
- Überwachung des Kristalldurchmessers in Echtzeit mittels Lasermessgeräten (Genauigkeit ±0,1 mm);
- Um eine Erhöhung der Versetzungsdichte zu verhindern, sollten Temperaturschwankungen von >±2°C vermieden werden (Zielwert ≤10³/cm²).
IV. Qualitätsprüfung und Kennzahlen
| Testgegenstand | Standardwert | Prüfverfahren | Quelle |
| Reinheit | ≥99,99999 % (7N) | ICP-MS | |
| Gesamte metallische Verunreinigungen | ≤0,1 ppm | GD-MS (Glimmentladungs-Massenspektrometrie) | |
| Sauerstoffgehalt | ≤5 ppm | Inertgasfusion-IR-Absorption | |
| Kristallintegrität | Versetzungsdichte ≤10³/cm² | Röntgentopographie | |
| Spezifischer Widerstand (300 kΩ) | 0,1–0,3 Ω·cm | Vier-Sonden-Methode |
V. Umwelt- und Sicherheitsprotokolle
- Abgasbehandlung:
- Röstabgase: SO₂ und SeO₂ mit NaOH-Wäschern neutralisieren (pH≥10);
- Abgas der Vakuumdestillation: Te-Dampf kondensieren und zurückgewinnen; Restgase werden über Aktivkohle adsorbiert.
- Schlackenrecycling:
- Anodenschlamm (enthält Ag, Au): Rückgewinnung mittels Hydrometallurgie (H₂SO₄-HCl-System);
- Elektrolyserückstände (enthaltend Pb, Cu): Rückführung in Kupferschmelzanlagen.
- Sicherheitsmaßnahmen:
- Die Bediener müssen Gasmasken tragen (Te-Dämpfe sind giftig); es muss eine Unterdruckbelüftung aufrechterhalten werden (Luftwechselrate ≥10 Zyklen/h).
Richtlinien zur Prozessoptimierung
- Rohmaterialanpassung: Rösttemperatur und Säureverhältnis dynamisch an die Anodenschlammquellen anpassen (z. B. Kupfer- vs. Bleiverhüttung);
- Quarzziehratenanpassung: Die Ziehgeschwindigkeit entsprechend der Schmelzkonvektion (Reynolds-Zahl Re≥2000) anpassen, um die konstitutionelle Unterkühlung zu unterdrücken;
- Energieeffizienz: Durch die Verwendung einer Zwei-Temperaturzonenheizung (Hauptzone 500°C, Unterzone 400°C) kann der Stromverbrauch der Graphitwiderstandsheizung um 30% reduziert werden.
Veröffentlichungsdatum: 24. März 2025
